Offener Brief: Notunterkünfte besser vor Corona schützen!

Zusammen mit anderen Bochumer Vereinen, Initiativen und Organisationen aus den Bereichen Soziales, Wohnen und Flüchtlingsarbeit hat der Treffpunkt Asyl Bochum einen offenen Brief an Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Sozialdezernentin Britta Anger verfasst. Darin drücken wir unsere große Sorge um die Situation in den Bochumer Not- und Sammelunterkünften für Wohnungslose und Geflüchtete aus. Wir fordern von der Stadt konkrete Maßnahmen, um die untergebrachten Menschen besser vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

„Offener Brief: Notunterkünfte besser vor Corona schützen!“ weiterlesen

20.02.2020: Einladung zum offenen flüchtlingspolitischen Treffen – Strategie 2020

Wir, die Initiative Treffpunkt Asyl, laden euch herzlich zum offenen flüchtlingspolitischen Treffen am 20. Februar 2020 ein. In Bochum hat sich in den letzten Jahren im Bereich Flucht und Asyl viel getan: Seit dem Sommer der Migration 2015, vielen neuankommenden Menschen in Bochum, Protesten von Geflüchteten vor dem Rathaus und dem Entstehen vieler neuer Netzwerke, ist im letzten Jahr aufgrund vieler Asylrechtsverschärfungen, Abschiebungen und Abschottung in Bochum teilweise Resignation eingekehrt.

Gemeinsam mit euch wollen wir am Anfang dieses Jahres eine Bestandsaufnahme machen: Wie sieht die Situation in Bochum im Bereich Flucht und Asyl auf? Wir wollen mit euch überlegen, wie wir zusammen für die Verbesserung der Lage der Geflüchteten in Bochum kämpfen können. Welche gemeinsamen Strategien können wir entwickeln, um die Rechte von Geflüchteten in Bochum zu stärken?

„20.02.2020: Einladung zum offenen flüchtlingspolitischen Treffen – Strategie 2020“ weiterlesen

04.05.2019: Proteststaffel für Solidarität und Humanität

SEEBRÜCKE Bochum ruft zu einer ungewöhnlichen Protestaktion auf: Als Mahnmal gegen das Massensterben und die humanitäre Krise an den EU-Außengrenzen bauen wir am Bochumer Husemannplatz ein echtes Fluchtboot aus dem Mittelmeer auf. In dem Schlauchboot haben mehr als hundert Menschen gemeinsam versucht, der Folter, dem Menschenhandel und anderen unvorstellbaren Menschenrechtsverletzungen in Libyen zu entfliehen.

In Redebeiträgen und mit Aktionen sowie mit viel Infomaterial informieren wir zum Auftakt der heißen Phase des EU-Wahlkampfes über die mörderischen Folgen der aktuellen EU-Politik. Wir fordern sichere Fluchtwege sowie eine Entkriminalisierung und Unterstützung der zivilen Seenotrettung. Wir fordern einen Notfallplan für aus Seenot gerettete Menschen, freiwillige zusätzliche Aufnahme von Schutzsuchenden in Bochum, ein Landesaufnahmeprogramm und ein Ende der menschenrechtswidrigen Rückführungen in die libyschen Folterlager. Wir fordern echte Seenotrettung durch die EU-Staaten statt einer EU-Finanzierung von libyschen Milizen zur Abschreckung und Abschottung.

„04.05.2019: Proteststaffel für Solidarität und Humanität“ weiterlesen

03.05.2019: Antirassismus zum Mitmachen im Bereich Flucht & Asyl in Bochum

Solidarität statt Mitleid – Antirassismus zum Mitmachen im Bereich Flucht & Asyl in Bochum
Freitag, 3. Mai von 18-20 Uhr im
Botopia (Griesenbruchstr 9, Bochum) im Rahmen der Kritischen Einführungswoche an der Ruhr-Uni

Eine Asylrechtsverschärfung jagt die nächste; an die tödlichen Auswirkungen europäischer Abschottungspolitik hat man sich gewöhnt; Abschiebungen werden selbst aus Kreißsälen und Psychiatrien durchgeführt; die allgemeine Unterbringungssituation sowie insbesondere die Versorgung vulnerabler Gruppen ist oft katastrophal. Doch diese Zustände rufen Widerstand hervor: Überregionale Bewegungen wie “We’ll come United“ oder “Solidarity City“, themenspezifische Kampagnen wie “Seebrücke“ und “100-Jahre-Abschiebehaft“, sowie lokale Initiativen wie “Treffpunkt Asyl“ stellen sich den unmenschlichen Verhältnissen entgegen und setzen sich für eine solidarische Gesellschaft ein. Wir stellen vor, was aus unserer Sicht die zentralen politischen Probleme und Auseinandersetzungen sind und wie man in Bochum dazu aktiv werden kann.

Einladung bei Facebook

Abschiebungen in Bochum – eine Übersicht und Analyse

Obwohl sie nicht im Fokus der Berichterstattung stehen und deshalb wenig wahrgenommen werden, finden Abschiebungen trotzdem statt. Wir haben die Statistiken zu Abschiebungen der Jahre 2016, 2017 und 2018 (bis einschließlich August/2018) ausgewertet. Die Statistiken sind hier einsehbar. Insgesamt wurden im Jahr 2016 122 Menschen abgeschoben. Im darauffolgenden Jahr 2017 ist diese Zahl bereits auf 152 angestiegen. Im Jahr 2018 wurden bis August 74 Menschen abgeschoben, d.h. die Zahl der Abschiebungen in Bochum bleibt gleichbleibend hoch. Es lässt sich also feststellen: Es wurde durchschnittlich rund alle zweieinhalb Tage in Bochum ein Mensch abgeschoben.

Westbalkanstaaten als Schwerpunkt bei Bochumer Abschiebungen

Bei der Betrachtung der Herkunftsländer, in welche die Menschen in den letzten drei Jahren aus Bochum abgeschoben wurden, ist ein deutlicher Schwerpunkt bei den Balkanstaaten (Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Serbien) zu erkennen. Im Jahr 2016 wurden 84 Personen in den Balkan abgeschoben. Dies entspricht einem Anteil von 68,85 % an allen Abschiebungen des Jahres. 2017 wurden 104 Personen in den Balkan abgeschoben – dies entspricht einem Anteil von 67,11 %. Der Anteil geht im Jahr 2018 zurück: 39 Personen wurden bis August 2018 in den Balkan abgeschoben. Das sind mit 52,70% rund die Hälfte aller Abschiebungen.

„Abschiebungen in Bochum – eine Übersicht und Analyse“ weiterlesen

03.01.2019: Offenes Seebrücke-Treffen

Seebrücke Bochum läd am Donnerstag, dem 3. Januar 2019 um 19 Uhr zum Offenen Treffen ins Botopia (Griesenbruchstr. 9, 44793 Bochum) ein:

Zum Bochumer SEEBRÜCKE-Treffen sind alle herzlich eingeladen, egal, ob ihr schon aktiv wart, oder gerne aktiv werden wollt. Kommt vorbei und werdet Teil der Bewegung!

Die Lage auf dem Mittelmeer und an den vorgelagerten EU-Außengrenzen in der Wüste ist weiterhin dramatisch. Menschen sterben auf der Flucht, während die zivile Seenotrettung kriminalisiert wird. Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung aus der Zivilbevölkerung. Wir fordern sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und solidarische Städte. Von der Stadt Bochum fordern wir eine menschenwürdige Aufnahme von Überlebenden über das gesetzlich sowieso vorgeschriebene Mindestmaß hinaus. Denn wir wissen: Unsere Stadt hat die Kapazitäten, und angesichts der humaintären Krise ist Nichtstun keine Option.

10.01.2019: Guinea, Togo, … Warum wir unsere Länder verlassen

In ganz Europa erstarkt gerade die internationale Seebrücke-Bewegung. Menschen wollen nicht länger zusehen, wie Geflüchtete im Mittelmeer ertrinken müssen und SeenotretterInnen kriminalisiert werden. Die Vertreter der europäischen Afrikapolitik hingegen unterstützen Milizen im Bürgerkriegsland Libyen und machen Verträge mit autokratischen afrikanischen Regimes, um die EU-Außengrenzen noch mehr abzuschotten.

Am Beispiel der Länder Guinea und Togo schildern geflüchtete MigrantInnen, weshalb sie ihre Länder verlassen und langwierige gefährliche Fluchtwege auf sich genommen haben. Sie werden authentisch berichten, dass in beiden Ländern junge Menschen vor allem nur in der Migration eine Lösung sehen, der allgemeinen Perspektivlosigkeit zu entkommen. Dabei soll ein Blick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zweier Länder geworfen werden, in denen die Wut auf korrupte und repressive Regierungsführung und die Frustration über die katastrophale ökonomische und soziale Situation die Menschen zu Protesten auf die Straße treibt.

Wir werden diskutieren, wie Geflüchtete hier und die Protestbewegungen dort solidarisch unterstützt werden können.

Mit: Adjovi Boconvi aus Togo – Aktivistin bei Afrique Europe Interact, Mohamed Bangoura aus Guinea von der Migrant*innenselbstorganisation „Voix des Sans Voix“ (Stimme der Nichtgehörten) und geflüchteten Migrant*innen, die erst kürzlich in Europa angekommen sind.

Wann: Donnerstag, 10.01.2019, 19 Uhr
Wo: Bahnhof Langendreer, Raum 6 (Wallbaumweg 106, 44894 Bochum)

Eine Veranstaltung von Afrique Europe Interfact, Treffpunkt Asyl Bochum, Rosa Luxemburg Stiftung und Kulturzentrum Bahnhof Langendreer

14.12.2018: Winterreise 2018 – Kultur und Infos zum Tag der Menschenrechte

Freitag, 14.12.2018, 17-22 Uhr

Winterreise 2018 – Kultur und Infos zum Tag der Menschenrechte

Im Anneliese-Brost-Musikforum Ruhr, Marienplatz 1, Bochum

Veranstaltet vom Initiativkreis Flüchtlingsarbeit Bochum und der Musikschule Bochum in Kooperation mit Art at Work Duisburg

Eintritt frei!

 Programm

Ab 17.00:

  • Kurzfilm von endstation.kino
  • 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte – Ein Rückblick der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum
  • Lesung mit Autor*innen von Neu in Deutschland
  • Musik von Yalcin Karakus (Baglama), Tarik Thabit (Kanun) und Tobias Bülow (Flöte, Percussion)
  • Die Situation an den EU-Außengrenzen – Ein Beitrag der Seebrücke Bochum
  • Menschenrechte in der Türkei: Mit Hatip Dicle
  • Selbstportraits von Jugendlichen – Fotoprojektion von PlanB Ruhr e.V.

 Fingerfood von HSME und Getränke

Infostände: amnesty Bochum, PlanB Ruhr, samofa/IFAK, Ronahi, Worldbeatclub, Pro Familia, Medizinische Flüchtlingshilfe, Rosa Strippe, Stadtsportbund, Kinder- und Jugendring, Seebrücke, HSME, St. Vinzenz, DJK Viktoria Bochum, Neu in Deutschland

 Ab 19.00: Winterreise 2018 – Schubert trifft Künstler*innen aus aller Welt

mit United Voices Winterreise Projektchor & Grenzen.Los Bochum (Musikschule), Junges Ensemble Ruhr & Allerwelt-Ensemble Duisburg

Lieder aus der Winterreise von Franz Schubert werden ganz unterschiedlichen Liedern aus aller Welt gegenübergestellt.

Ab 21.00: WorldBeatClub & Friends

Beat together! Eine interaktive musikalische Performance.