Offenes flüchtlingspolitisches Treffen am 19.3. um 18:30 Uhr

An jedem 3. Donnerstag des Monats findet um 18:30 Uhr das offene flüchtlingspolitische Treffen des Treffpunkt Asyl Bochum in den Räumen des Flüchtlingsrats NRW (Wittener Straße 201, 44803 Bochum, Straßenbahnhaltestelle Freigrafendamm) statt. Am Donnerstag, den 19.3. wird es dabei vor allem um die Planung unserer kommenden Veranstaltungen gehen:

  • Café lysA am 2. April im Vereinsheim in der Wohlfahrtstraße
  • Gründungstreffen für eine Initiative gegen Abschiebungen am 9. April im Bahnhof Langendreer
  • Filmvorführung Willkommen auf deutsch am 15. April im endstation kino

Jede/r, der/die sich mit unseren Zielen identifizieren kann ist herzlich eingeladen!

Cafe lysA am 5. März

An jedem ersten Donnerstag des Monats findet ab 19 Uhr im Vereinsheim des DJK Teutonia Ehrenfeld am Sportplatz direkt neben der Flüchtlingsunterkunft in der Wohlfahrtstraße 1, 44799 Bochum das Café lysA statt. Geflüchtete, Unterstützer, Nachbarn und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich bei kleinen Snacks und Getränken kennenzulernen.

Zu jedem Café bereiten wir uns auf ein Thema vor, dass dann in Kleingruppen besprochen werden kann. Dieses Mal wird es um die Dublin-Verordnung gehen, die festlegt, dass Flüchtlinge innerhalb der EU dort ihren Asylantrag stellen müssen, wo sie zum ersten Mal einen EU-Staat betreten haben. Welche Folgen das hat und wie man sich gegen Dublin-Rücküberstellungen wehren kann, werden wir also am 5. März vorstellen.

Daneben wird es aber auch ausreichend Gelegenheit zum Kennenlernen, Fragenstellen, Austausch und freien Gesprächen geben. Wir freuen uns auf euch, besonders wenn ihr auch eine Kleinigkeit zu Essen oder zu Trinken beitragt 😉

Offenes flüchtlingspolitisches Treffen am 19.2. um 18:30 Uhr

An jedem 3. Donnerstag des Monats findet um 18:30 Uhr das offene flüchtlingspolitische Treffen des Treffpunkt Asyl Bochum in den Räumen des Flüchtlingsrats NRW (Wittener Straße 201, 44803 Bochum, Straßenbahnhaltestelle Freigrafendamm) statt. Am Donnerstag, den 19.2. wird es dabei vor allem um einen Rückblick auf unsere Veranstaltung zum Thema Abschiebung sowie die Planung des nächsten Café lysA gehen. Interessierte Menschen sind herzlich eingeladen!

Dortmund: Sitzblockade verhindert Abschiebung

Dortmund: Abschiebung verhindert

Wir dokumentieren hier im Wortlaut die Pressemitteilung einer Gruppe von Unterstützern eines pakistanischen Flüchtlings, der im Rahmen der Dublin-Veordnung aus Dortmund nach Italien abgeschoben werden sollte.

Sitzblockade verhindert Abschiebung

Durch eine Sitzblockade haben heute in den frühen Morgenstunden rund 50 Aktivisten die Abschiebung eines Flüchtlings aus Dortmund verhindert. Der 23-jährige Pakistani sollte vom Düsseldorfer Flughafen aus nach Italien überstellt werden, da er über Italien nach Deutschland geflohen ist und die Dublin III-Verordnung besagt, dass der Staat, der die Einreise in das „Dublingebiet“ nicht verhindert hat für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig ist. Bei den „Dublin-Staaten“ handelt es sich um alle 28 EU-Mitgliedstaaten, die Schweiz, Norwegen und Island.

In Italien droht dem Flüchtling, wie vielen anderen Flüchtlingen auch, ein Leben in Elend und Obdachlosigkeit. Mittelmeerstaaten müssen durch diese Verordnung mehr Flüchtlinge aufnehmen und die betroffenen Menschen werden ungeachtet ihrer ohnehin schwierigen Situation hin und her geschoben. Die Versorgung geflüchteter Menschen in Italien wird von unterschiedlichen Menschenrechtsorganisationen schon seit geraumer Zeit kritisiert. So lebte auch der Mann, mit dem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sitzblockade solidarisieren, drei Monate obdachlos in einem Park, was ihn schließlich dazu brachte, weiter nach Deutschland zu fliehen. Angesichts der schlechten Lebensbedingungen, die ihn erwarten, haben die Aktivistinnen und Aktivisten beschlossen, sich am Morgen seiner Abschiebung vor der Unterkunft zusammenzufinden und die Abschaffung der Dublin III-Verordnung zu fordern.

Ursprünglich ist der von den Unterstützerinnen und Unterstützern in Schutz genommene Mann aus Pakistan vor den Taliban geflohen. Er sieht für sich in diesem Land keine Zukunftsperspektive, denn auch innerhalb des Landes erscheinen ihm Fluchtmöglichkeiten entgegen den Aussagen der deutschen Behörden aussichtslos. Es gibt jedoch laut der UnterstützerInnen-Gruppe keinen triftigen Grund, seine Flucht für „unberechtigt“ zu halten oder ihn zu kriminalisieren. Sie unterstützen diesen Mann darum in seinem Wunsch, in Deutschland zu leben.  Die Aktivistinnen und Aktivisten fordern darüber hinaus für alle Betroffenen dieser restriktiven Gesetzgebung:

Alle bleiben hier – Abschiebungen stoppen!“

Pressespiegel:

Abschiebung – Möglichkeiten und Grenzen der Verhinderung einer unmenschlichen Praxis

Einladung zu Vortrag & Diskussion: Mittwoch, 11. Februar 2015 – 18 Uhr – Bahnhof Langendreer (Raum 6)

Die Abschiebungspraxis deutscher Behörden ist für viele Asylsuchende traumatisierend. MitarbeiterInnen der Polizei und der Ausländerbehörden kommen, teilweise unangekündigt, nachts oder in den frühen Morgenstunden in die Flüchtlingsunterkünfte oder Wohnungen, um die Betroffenen zum Flughafen zu bringen. Diese haben meist nur eine halbe Stunde Zeit, um auszuwählen, was sie mitnehmen möchten. Dabei darf ihr Gepäck höchstens 20 kg pro Person betragen. Die Möglichkeit, sich von FreundInnen und Verwandten zu verabschieden oder einen Rechtsanwalt zu kontaktieren gibt es meist nicht. Insbesondere für Kinder sind solche Szenarien traumatisierend. Viele Organisationen und Initiativen kritisieren Abschiebungen deshalb als unwürdige und inhumane Praxis und auch in der Zivilgesellschaft regt sich zunehmend Widerstand. Dennoch wurden im Jahr 2013 insgesamt 10.198 Menschen aus Deutschland abgeschoben, ein Drittel mehr als noch im Vorjahr 2012.

Wir – der Treffpunkt Asyl, die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum, die Amnesty-Hochschulgruppe-Bochum, das Netzwerk Wohlfahrtstraße und der Bahnhof Langendreer – möchten das Thema Abschiebung genauer beleuchten und klären, was eine Abschiebung ist, wie sie abläuft, warum Flüchtlinge abgeschoben werden und welche Formen der Abschiebungsverhinderung es gibt. Dazu laden wir den Referenten Heinz Drucks, Vorstandsmitglied des Flüchtlingsrates NRW e.V. und die Rechtsanwältin Heike Geisweid zu einem Gespräch über die Möglichkeiten und Grenzen von Abschiebungsverhinderung ein. Ebenfalls anwesend sein wird ein Mitglied einer Gruppe aus Osnabrück, die bereits zahlreiche Abschiebungen erfolgreich verhindern konnte. Auch über Osnabrück hinaus wird es Berichte von den Erfahrungen bereits bestehender Bündnisse aus anderen Städten hören.

Ziel der Veranstaltung ist u.a. die Schaffung eines Bündnisses von lokalen Unterstützungsstrukturen für von Abschiebungen bedrohte Menschen.

Alle an dem Thema interessierten Einzelpersonen und Initiativen, die sich bereits aktiv gegen Abschiebungen engagieren oder dies anstreben, können am Mittwoch, den 11.02.2015 um 18:00 Uhr zum Bahnhof Langendreer (Raum 6) kommen und mit uns diskutieren.

Café lysA im Februar

Das nächste Begegnungstreffen zwischen Geflüchteten, Anwohner, Aktiven & Interessierten wird am Donnerstag, den 5. Februar 2015 stattfinden. Wir treffen uns wie gewohnt um 19 Uhr im Vereinsheim von Teutonia Ehrenfeld in der Wohlfahrtstraße, am Sportplatz direkt neben der Flüchtlingsunterkunft. Zu jedem Café lysA bereiten wir uns auf ein bestimmtes Thema vor, dass dann in kleinen Gruppen besprochen werden kann – diesmal wird es darum gehen, wie ein Asylverfahren abläuft: was sollte man dazu wissen und was kann man tun, um seine Chancen zu verbessern? Wie immer ist aber auch jedes andere Anliegen willkommen.

Offenes flüchtlingspolitisches Treffen am Donnerstag, den 15.01.2015

Das nächste flüchtlingspolitische Treffen findet wie gewohnt am 3. Donnerstag des Monats statt, also morgen (15. Januar). Wir treffen uns um 18:30 Uhr in der Geschäftsstelle des Flüchtlingsrats NRW (Wittener Straße 201, 44803 Bochum). Auf der Tagesordnung steht u.a. die Organisation unserer Veranstaltung zum Thema Abschiebung am 11. Februar sowie die Planung des nächsten Café lysA am 5. Februar.

Cafe lysA startet im neuen Jahr am 8. Januar statt 1. Januar

Normalerweise findet das Café lysA an jedem 1. Donnerstag im Monat statt. Im Januar wird es jedoch ausnahmsweise am zweiten Donnerstag, also dem 8.01.2015, stattfinden, da die Beteiligung am 1. Januar (Neujahr) zu gering wäre.

Wie immer sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich unserem Begegnungstreffen im Vereinsheim des DJK Teutonia Ehrenfeld anzuschließen. Das Café bietet eine gute Gelegenheit zu gegenseitigem Kennenlernen, Austausch und Gesprächen zwischen Geflüchteten und Unterstützern. Hier ist man mit vielen Anliegen richtig:

  • Vielleicht spielst du mit dem Gedanken, Flüchtlingen praktische Hilfe – etwa bei Arztbesuchen, Behördengängen oder Formularen – anzubieten?
  • Du möchtest gerne eine neue Sprache lernen und würdest dafür einem anderen Menschen deine Sprache beibringen?
  • Du willst dich für eine gerechte Flüchtlingspolitik stark machen und die Lebensbedingungen vom Geflüchteten verbessern?
  • Du möchtest mit den Menschen reden, die in Deutschland Schutz suchen, statt immer nur über sie?
  • Du könntest mit Übersetzungen (Deutsch Arabisch, Französisch, Serbisch, …) helfen?

Beim Café ist es leicht, Kontakte zu knüpfen und Ansprechpartner und Gleichgesinnte zu finden. Komm einfach mal vorbei!

Das nächste flüchtlingspolitische Treffen findet wie gewohnt am 3. Donnerstag des Monats statt, also am 18.12.2014. Dazu treffen wir uns in den Räumlichkeiten des Flüchtlingsrat NRW in der Wittener Straße 201. Dieses Treffen dient sowohl der Planung des nächsten Cafés, als auch der Organisation unserer weiteren Veranstaltungen und Aktionen. Inhaltlich wird es u.a. um Möglichkeiten der Verhinderung von Abschiebungen gehen.